Prof. Dr. Mathias Preussner

Der fachkundige Bauherr

Baurechtliche Schriften Band 46
Werner Verlag, 1998, 202 Seiten
ISBN 3-8041-2980-3

Inhalt

Ausgangspunkt der vorliegenden Monographie sind die praktischen Erfahrungen des Autors in baurechtlichen Streitigkeiten: Häufig wird dort die Fachkunde des Bauherrn oder der vom Bauherrn eingeschalteten Berater von den Gerichten als Argument für eine Erwei terung seiner Vertragspflichten und eine Verkürzung seiner vertraglichen Ansprüche verwandt. Der Verfasser stellt die Frage: Ist es tatsächlich richtig, dass ein Mehr an Wissen und Fähigkeiten ein weniger an Rechtspositionen nach sich ziehen soll? Der Autor analysiert den Einfluss des Merkmals „Fachkunde“ auf die vielfältigen rechtlichen Beziehungen zwischen Bauherr und Unternehmer. Untersucht wird der gesamte Ablauf des Baugeschehens – vom vorvertraglichen Stadium der Vertragsverhandlungen bis zur Gewährleistung nach Abschluss der Bauarbeiten.

Um die einzelnen Problemkreise möglichst plastisch darzustellen, schildert der Verfasser die Sachverhalte von vierzig Grundsatzentscheidungen. An die Darstellung der in Rechtsprechung und Literatur vertretenen Meinungen schließt sich dann jeweils die Stellung nahme des Autors an. Dabei erteilt er der vor allem in der Rechtsprechung weit verbreiteten Tendenz, die „Fachkunde“ als „Gerechtigkeitskorrektiv“ zu benutzen, eine deutliche Ab sage. Stattdessen fordert der Verfasser, allein das berechtigte Vertrauen des Unternehmers in die Fachkunde des Bauherrn zu schützen.

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